Interview vom 10. Juni 2009 in Berlin

Tina1. Liebe Tina, schön, dass ich Dich und Deine meisterlichen Werke besuchen darf. Erzähl doch, was sind derzeit Deine Lieblingsprojekte?

Beruflich stehen momentan viele Auslandsaktivitäten an. Ich mache meine Bilder im Ausland bekannter, das heisst, dass ich intensiv auf der Suche nach ausländischen Galerien, Kunstvermittlern und Art Consultants bin. In Melbourne die Green-Wood Galerie, in Hong Kong die Karin Weber Galerie und in Dubai, eine Vertretung der Junger Galerie aus Berlin.  Die Verbindung nach Dubai ist übrigens eine hochspannende Geschichte. Die Innenarchitektin, Rema Dardenne, hat in der Dubai Mall ein Geschäft, in dem derzeit zwei Werke von mir zu sehen sind. Gerade gestern erhielt ich einen Anruf, dass es einen Interessenten gibt.

2. Tina, mir fällt auf, dass du einen bunten farbfrohen und expressiven Stil in deinen Bildern zeigst. Wo nimmst du denn die Energien zu dieser Ausdrucksform her?

Das finde ich schwer zu beantworten. Ich denke, dass es zuallererst meine Liebe zur Farbe und zum Leben ist. Diese Farben lassen eine erstaunliche Vielfalt und Variationen zu, bis hin zu sehr gewagten Kombinationen, die uns gerade die Natur veranschaulicht. Die Faszination Farben rührt auch daher, welche Stimmungen ich mit einer bestimmten Farbpalette ausdrücken kann. Mit meinen Ideen, kommen mir Farben in den Sinn und so mache ich mich an ein neues Werk.

3. Wie lange malst Du denn schon in Deinem „Strichrhythmus“?

Ich male seit Anfang 2000 in dieser mir eigenen Technik. Mit dem Malen habe ich in frühester Kindheit begonnen, sozusagen seit ich einen Stift halten kann. Malen gehört also zu mir und ist nicht eine bewusste Entscheidung, sondern ein Teil meiner Persönlichkeit. Ich habe auch viele Jahre geübt, wobei ich gegenständlich in den verschiedensten Techniken malte. Das waren meine Entwicklungsschritte, bis zu jenem Punkt zu Beginn des Jahres 2000, als sich die Landschaften anfingen aufzulösen. Das ist mit Sicherheit auch auf die vergrösserte räumliche Veränderung zurückzuführen. Die Abstraktion in meinen Gemälden hat sich dorthin entwickelt und konnte sich entfalten. Ich habe diese Art zu malen nicht geplant.