Interview vom Dienstag, 13. Januar 2009, Arlesheim
1. Herr Theurich, Sie haben in Ihrer Tätigkeit als Heiler auch mit Burn-Out Betroffenen in den unterschiedlichsten Zuständen zu tun. In welchem Zustand kommen diese Menschen zu Ihnen?
Ich habe Menschen behandelt, die mittendrin waren, ich habe einige Patienten behandelt, bei denen es beginnend war, jedoch konnten diese Menschen es noch gar nicht so einordnen. Diese Zuordnung geschah aufgrund meiner Erfahrungen, die ich schon mit anderen Patienten sammeln konnte. Die Menschen konnten es so noch nicht „sehen”, ihr beginnendes Burn-Out. Aber auch Patienten, die das Gröbste hinter sich hatten und sich in der Erhohlungsphase befanden, kamen zu mir.
2. Haben Sie schon Gemeinsamkeiten feststellen können, warum diese Menschen in ein Burn-Out geraten?
Also, wenn ich mich an alle diese Menschen zurückerinnere, kann ich einen Faktor ganz deutlich identifizieren. Dies ist primär Stress, ausgelöst durch den Beruf als auch aus dem privaten Umfeld herrührend. Es gibt auch Kombinationen aus beruflichem und privatem Stress. Wobei, wenn man sich die einzelnen Fälle näher betrachtet, man behaupten kann, dass ein Aufflackern von Stress in einem Bereich, also im Beruf, sehr oft den anderen Bereich in Mitleidenschaft zieht und umgekehrt. Es entsteht quasi ein Sogeffekt.
3. Wie sieht ein typischer Weg aus einem Burn-Out heraus aus?
Für mich gibt es keine typischen Wege. Jeder Patient ist individuell. Dementsprechend ist auch die Herangehensweise sowie die Erkenntnisse zu den Ursachen individuell. Es gibt Gemeinsamkeiten aber sicherlich keinen typischen Weg, weder hinein noch hinaus.


