Interview vom 3. – 15. Juni 2009

1. Frau Stettler, wie kam es, dass Sie Malkurse zur Erstellung von Seelenbildern anbieten?karola-stettler

Es ist sozusagen “göttliche Fügung”: Vor 7 Monaten, zum Zeitpunkt meiner letzten Ausstellung, erlebte ich einen überraschenden Moment. Eine künsterlisch tätige Frau, die sich magisch von meinen Bildern angezogen fühlte und auf der Suche nach einer fachlichen Unterstützung war. Sie fand mich durch ihre göttliche Eingebung hat sich führen lassen zu meinen Gemälden.  Sie fragte mich, ob ich Malstunden geben würde. So habe ich die Chance ergriffen und bin seitdem Mallehrerin. Auf ganz wunderbare Weise haben dann  noch weitere Malschülerinnen aus eigenem Antrieb den Weg zu mir gefunden. Ich begleite beim Malen und instruiere auch wo gewünscht in der Anwendung, Handhabung und dem Einsatz von Farbe und Technik. Die Seelenbilder, die durch diese Seelen-Malerei entstehen, erfüllen mich sehr und auch all die Gleichgesinnten, die sich auf diese feinstoffliche Welt einlassen, sind berührt. Malen ist ein Zustand des Flusses und schwingt wie Sphärenmusik. Es beflügelt, harmonisiert die Seele, schlägt Wurzeln und macht selbstsicherer.

2. Welche Farben sind Ihre Lieblingsfarben und warum?

Rot, Blau, Gelb und Grün. Mit diesem Mix kann ich farbenfroh und lebendig in verschiedenen Nuancen die Fröhlichkeit, das Licht und das Mystisches darstellen und so zum Aufwecken anregen. Dies zeigt sich in den verschiedenen Abstufungen der Farben, in den Formen und wie Licht und Schatten zusammenspielen. Nehmen wir zum Beispiel “Rot”: Rot ist voller Feuer und Energie, und kann anregen, sofern die Rottöne harmonisch aufeinander abgestimmt werden. Zuviel Rot kann das Gegenteil bewirken.

3. Was sagen Sie zu Schwarz und Weiss?

Schwarz kann man einsetzen, um feinsten Nuancen zu setzen, man kann auch manches Formlose betont oder aber auch als einen Hauch von Schatten. Dieser Einsatz von Schwarz kann ein Gemälde spannend darstellen. Weiss hingegen kann man einsetzen, um einen feinen Farbhauch herauszuarbeiten, man kann selbstverständlich das Licht darstellen und eine Verbindung von und zu von dichten kräftigen Farben schaffen. Weisse kleine Formen oder Striche auf dunklem Untergrund, natürlich passend zur Bilddarstellung, kann vieles bewirken. Schwarz kann bei zu grossflächigem Einsatz erdrückend wirken und zuviel Weiss hinterlässt möglicherweise einen langweiligen “Nichts” Eindruck